Arbeitgeber darf nicht zu Homeoffice zwingen

Arbeitsrecht ist nicht wirklich mein Stammgebiet, auch wenn das jeder Rechtsanwalt in den Staatsexamen bearbeiten muss. Mir persönlich begegnet es…

Das Wichtigste in Kürze

  • Arbeitgeber können Homeoffice nicht einseitig anordnen, falls keine vertragliche Grundlage besteht.
  • Eine Kündigung wegen Homeoffice-Verweigerung kann vom Arbeitsgericht als unwirksam eingestuft werden.
  • Unternehmen, insbesondere Startups und Esport-Teams, sollten Homeoffice-Regelungen vertraglich klar festhalten.

Arbeitsrecht ist nicht wirklich mein Stammgebiet, auch wenn das jeder Rechtsanwalt in den Staatsexamen bearbeiten muss. Mir persönlich begegnet es eigentlich nur selber als Unternehmen und in Fragen von Spielerverträgen für Esport-Teams. Die vorliegende Entscheidung vom 10. Oktober, Az. 17 Sa 562/18) betrifft aber auch IT-Recht im weiteren Sinne.

Für Esport-Teams und andere kleinere Unternehmen, die viel mit Homeoffice oder Remote-Arbeitsplätzen arbeiten, könnte daher eine aktuelle Entscheidung des Landesarbeitsgerichtes Berlin relevant sein und unter Umständen Änderungen in den Spielerverträgen sinnvoll erscheinen lassen.

Dieses entschied, dass trotz der Tatsache, dass viele Arbeitnehmer sehr gerne Homeoffice wahrnehmen wollen, das Weisungsrecht eines Arbeitgebers nicht so weit gehen würde, dass ein Arbeitnehmer, in dessen Arbeitsvertrag keine besonderen Regelungen aufgeführt sind, zu Homeoffice gezwungen werden könnte.

Häufig gestellte Fragen

Darf ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter zum Homeoffice zwingen?
Nein, laut einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin kann ein Arbeitgeber Mitarbeiter nicht zum Homeoffice zwingen, wenn dies nicht explizit im Arbeitsvertrag geregelt ist. Das Weisungsrecht des Arbeitgebers reicht hierfür nicht aus.
Was sind die Konsequenzen, wenn ein Arbeitnehmer Homeoffice verweigert?
Das Landesarbeitsgericht Berlin hat eine Kündigung, die auf der Weigerung eines Arbeitnehmers basiert, Homeoffice zu leisten, als unwirksam angesehen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit klarer vertraglicher Vereinbarungen.
Welche Bedeutung hat das Urteil für Unternehmen wie Startups oder Esport-Teams?
Für Unternehmen, die stark auf Homeoffice oder Remote-Arbeit setzen, wie Startups oder Esport-Teams, bedeutet das Urteil, dass sie die Bedingungen für Homeoffice klar in den Arbeits- oder Spielerverträgen regeln müssen, um rechtliche Unsicherheiten zu vermeiden.