Achtung vor Fake-Streamingangeboten

Aktuell scheinen eine ganze Reihe von Fakefirmen die Gunst der Stunde zu der Urheberrechtsreform zu nutzen und Fake Streamingdienste ins Netz zu stellen.…

Das Wichtigste in Kürze

  • Vorsicht vor betrügerischen Streaming-Webseiten, die Abo-Fallen stellen.
  • Typische Anzeichen sind ähnliche Designs, wechselnde Namen (z.B. Woplay, Streamba) und unseriöse Firmen im Impressum.
  • Trotz angeblich fehlgeschlagener Anmeldung werden oft teure Langzeit-Abos ausgelöst.
  • Aggressive Mahnungen für diese Abos sollten ignoriert werden, es sei denn, es handelt sich um einen authentischen gerichtlichen Mahnbescheid.
  • Im Zweifel oder bei Erhalt eines gerichtlichen Mahnbescheids ist die Konsultation eines Rechtsanwalts ratsam.

Aktuell scheinen eine ganze Reihe von Fakefirmen die Gunst der Stunde zu der Urheberrechtsreform zu nutzen und Fake Streamingdienste ins Netz zu stellen.  Ich habe dazu letzten Monat berichtet.  Da ich aber allein in der letzten Woche 8! Anfragen über meine Webseite bekommen habe, ist es wohl hilfreich noch einmal zu warnen.

Die Webseiten haben spannende Namen wie Woplay, Streamba oder Oneflix. Die Namen variieren ständig, ebenso wie die Firmennamen in einem möglichen Impressum. Aktuell sind das Firmennamen wie „Turquoiz Limited“, „Lovelust Limited“, „Bizcon Limited“, „Anmama Limited“, „CIDD Limited“, „OLJO Ltd“, „SAFE4MEDIA Ltd“, „Kino Bino Limited“ und „Kino Cinemas Ltd“.

Die Webseiten sehen sich zum Verwechseln ähnlich, nur die URL und das Logo sind verschieden. Natürlich halten sich die Webseiten nicht an deutsches Recht in Bezug auf Verbraucherinformationen, AGB und sonstigen Pflichten. Vielmehr wird durch besondere Angebote und dergleichen versucht, Nutzer zu einer Anmeldung zu bewegen. Funktioniert das, scheitert die Anmeldung angeblich oft mit einer Fehlermeldung oder im Loginbereich ist nicht zu sehen, verbunden mit einem „Tut uns leid, kommen Sie bald wieder“ oder ähnlichen Unsinn. Wer sich dann nichts dabei denkt, wird nach einigen Tagen oder Wochen überrascht sein, wenn aggressive Mahnungen über Abos von 24 oder gar 48 Monaten in der eigenen Post liegen.

Auch das Googlen nach Informationen hilft weiterhin nicht, da die falschen YouTube-Rechtsanwälte immer besser gerankt werden und auf den vordersten Plätzen der Suchergebnisse auftauchen. Hier hilft wohl nur, die Warnmeldungen weiter zu teilen.

Es kann nur angeraten werden, entweder nicht zu tun oder – im Falle der Unterstützung einer Rechtsschutzversicherung – einen versierten Rechtsanwalt zu kontaktieren. Erst im Falle eines gerichtlichen Mahnbescheids (und hier bitte auch auf Authentizität achten), MUSS! reagiert werden.

Häufig gestellte Fragen

Was sind Fake-Streamingangebote?
Fake-Streamingangebote sind betrügerische Webseiten, die die Urheberrechtsreform nutzen, um Nutzer in Abo-Fallen zu locken. Sie geben vor, Streamingdienste zu sein, generieren aber bei der Anmeldung teure, ungewollte Abonnements.
Wie erkenne ich unseriöse Streaming-Webseiten?
Diese Webseiten haben oft ähnliche Designs, variierende Namen wie Woplay oder Streamba und nutzen wechselnde Firmennamen im Impressum, wie z.B. "Turquoiz Limited". Sie halten sich nicht an deutsches Verbraucherrecht und locken mit besonderen Angeboten.
Was soll ich tun, wenn ich eine Mahnung von einem solchen Dienst erhalte?
Ignorieren Sie aggressive Mahnungen für Abos von 24 oder 48 Monaten. Kontaktieren Sie bei Bedarf und mit Rechtsschutzversicherung einen versierten Rechtsanwalt. Nur auf einen authentischen gerichtlichen Mahnbescheid muss reagiert werden.