Aprilscherz, oder nicht?

Update: Meine Meldungen überholen sich selbst in erschreckender Geschwindigkeit. Plant Twitch wirklich eine Sperrung von EU Nutzern? Als ich gestern…

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Meldung über eine Twitch-Sperrung für EU-Nutzer war ein Aprilscherz.
  • Rechtliche Unsicherheiten bezüglich der Lizenzierung von Spielinhalten für Streamer sind real.
  • Artikel 11 und 13 (Urheberrechtsrichtlinie) könnten zu strengeren Lizenzanforderungen führen.
  • Streamer sollten die Entwicklungen bei Plattformen und Rechteinhabern abwarten.

Update: Meine Meldungen überholen sich selbst in erschreckender Geschwindigkeit. Plant Twitch wirklich eine Sperrung von EU Nutzern?

Als ich gestern überlegt habe, ob und wie ich einen Aprilscherz veröffentliche, kam mir dieses Thema in den Sinn. Nicht nur sind Streamer, Influencer, Esport-Teams meine Hauptmandanten, das Thema ist auch sehr aktuell.

Ich hätte natürlich nicht gedacht, dass ich satte 7! Anfragen bekommen würde, wo man denn genau die entsprechenden Lizenzen für Instagram und YouTube findet und was man jetzt genau machen solle.

Um es daher klarzustellen: Natürlich stimmt die Meldung von gestern natürlich NICHT. Das Problem ist, dass wohl keiner weiß, wie es tatsächlich weitergeht. Denn die in der News verlinkten Artikel sind natürlich wahr, also dass – rein juristisch – jeder Gaming-Streamer in einer Grauzone operiert, wenn er nicht ein explizites Einverständnis des Spielepublishers hat.

Aktuell kann man eigentlich nichts weiter machen, als abzuwarten, wie die Portale und die Rechteinhaber tatsächlich reagieren werden.

Häufig gestellte Fragen

War die Meldung über eine Twitch-Sperrung für EU-Nutzer wahr?
Nein, die Meldung war ein Aprilscherz. Der Autor hatte diese Idee für einen Scherz, da das Thema der Lizenzierung von Inhalten für Streamer sehr aktuell und relevant ist.
Warum operieren Gaming-Streamer in einer rechtlichen Grauzone?
Rein juristisch operieren Gaming-Streamer in einer Grauzone, wenn sie nicht das explizite Einverständnis des Spielepublishers für die Nutzung von Spielszenen haben.
Was sind die Auswirkungen von Artikel 11 und Artikel 13 für Social Networks und Streamer?
Artikel 11 und 13 (jetzt Artikel 15 und 17 der Urheberrechtsrichtlinie) könnten dazu führen, dass Social Networks wie YouTube und Twitch Lizenzverträge abschließen oder Streamer den Nachweis von Rechten erbringen müssen, was Kosten für Streamer bedeuten könnte.
Was sollten Streamer aktuell tun?
Aktuell können Streamer nichts weiter tun, als abzuwarten, wie die Portale und Rechteinhaber auf die Umsetzung der neuen Urheberrechtsrichtlinie reagieren werden.