Das Wichtigste in Kürze
- Neue Urheberrechtsreform macht Streamingdienste für Nutzerinhalte haftbar.
- YouTube, Twitch & Co. fordern von Streamern/YouTubern Impressum und Lizenzen.
- Nicht-Einhaltung führt zu Videolöschungen und Account-Sperrungen.
- Besonders Esport-Teams und Gaming-Streamer sind betroffen.
- Fristen zur Umsetzung sind sehr kurz, Maßnahmen beginnen bereits.
Update: Bitte diese Info beachten.
Letzte Woche wurde die Urheberrechtsreform beschlossen. Aufgrund dieser Regelungen werden in Zukunft große Streamingdienste und Videohoster wie YouTube, Twitch oder Azubu/Hitbox in Zukunft für Inhalte haftbar sein, die Nutzer illegale hochladen oder streamen.
Die drei Anbieter haben in einer ungewöhnlichen Allianz nun angekündigt, in Europa darauf zu reagieren und setzen allen Nutzern eine Frist bis Mitte des Monats. Da die meisten Streamer und YouTuber entgegen klaren Regelungen kein Impressum nutzen und entgegen geltendem Urheberrecht gerade keine notwendigen Lizenzen aufweisen können, sind wohl gerade Esport-Teams und Gaming-Streamer von der Initiative von YouTube, Twitch und Hitbox betroffen. Die müssen nun zwingend ein Impressum haben, alle Vermarkter offenlegen und für jedes einzelne Video und jeden Stream schriftliche Lizenzen hochladen.
YouTube hat dafür bereits Formulare zur Verfügung gestellt.
- YouTube: Löscht ab nächster Woche dauerhaft Videos ohne Lizenz von Esportlern und Gaming-Channels.
- Twitch: Sperrt ab Mittwoch Accounts ohne eingereichte Unterlagen, löscht Archive und gibt Accounts erst nach Vorlage aller Dokumente frei.
- Twitter: Plant, die Retweet-Funktion zu sperren und nur gegen Lizenznachweis freizugeben, sobald technisch möglich.
- Instagram: Ermöglicht bald nur noch Fotouploads mit unterschriebenen Einverständniserklärungen.
Es ist zu erwarten, dass Twitter nachzieht. Twitter hat angekündigt, sobald technisch möglich, die Retweet-Funktion zu sperren und nur gegen entsprechenden Lizenznachweis im Einzelfall freizugeben. Bei Instagram arbeite man wohl daran, beim Fotoupload eine weitere Uploadmöglichkeit für unterschriebene Einverständniserklärungen zu ermöglichen. Ohne eine solche, könne in Zukunft kein Foto mehr hochgeladen werden. Dies soll in den nächsten Tagen freigeschaltet werden.