Das Wichtigste in Kürze
- Das IT-Recht entwickelt sich auch in Krisenzeiten weiter und gewinnt an Bedeutung.
- Rechtliche Verpflichtungen und Risiken bleiben bestehen, auch wenn der Alltag sich ändert.
- Unternehmen sollten auch im Lockdown auf die rechtssichere Gestaltung ihrer Online-Präsenzen achten, um Abmahnungen zu vermeiden.
- Krisenzeiten bieten eine ideale Gelegenheit, juristisch fundiert zukünftige Projekte vorzubereiten.
- Vorausschauende juristische Beratung ist entscheidend, um Fallstricke zu vermeiden und das Fundament für zukünftigen Erfolg zu legen.
Rechtliche Herausforderungen in Krisenzeiten: Warum die Rechtswelt nicht stillsteht
Die aktuelle weltweite Lage, insbesondere durch COVID-19, stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Trotz aller notwendigen Maßnahmen dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass sich die digitale Welt und damit auch das IT-Recht weiterentwickeln und an Bedeutung gewinnen.
Viele meiner Mandanten nutzen verstärkt die Möglichkeit des Homeoffice, sofern dies nicht bereits zuvor gängige Praxis war. Oft entsteht dabei der Eindruck, dass rechtliche Prozesse in solchen Phasen ruhen. Dies ist jedoch keineswegs der Fall, insbesondere aus juristischer Perspektive.
Die juristische Realität während einer Krise
Die rechtliche Aktivität nimmt auch in Krisenzeiten nicht ab. Es ist entscheidend, wachsam zu bleiben und die fortbestehenden rechtlichen Verpflichtungen und Risiken nicht zu unterschätzen.
Wichtige rechtliche Bereiche, die weiterhin Beachtung finden
- Auch während eines „Lockdowns“ oder einer Quarantäne können Wettbewerber Fehler in AGB, auf Webseiten, in Apps, in Onlineshops oder an anderen Stellen nutzen, um Abmahnungen zu versenden. Nach aktuellem Stand gibt es keinen Grund, warum diese unberechtigt sein sollten, sofern der Sachverhalt zutrifft. Es wäre daher fahrlässig, an der rechtssicheren Gestaltung von Verträgen, AGB oder Datenschutzerklärungen in dieser Zeit zu sparen.
- Gleiches gilt für sämtliche Online-Aktivitäten, Vertragsabschlüsse über das Internet und viele weitere Geschäftsprozesse. Das Arbeitsleben geht weiter und muss weitergehen.
- Obwohl es wahrscheinlich ist, dass einige Gerichte in den kommenden Wochen nur in Notbesetzung arbeiten und Termine verschieben könnten, sind eilige Verfahren wie einstweilige Verfügungen davon unberührt. Diese können also weiterhin beantragt werden.
- Unterschätzen Sie nicht, dass die Krise hoffentlich irgendwann endet. Unternehmen müssen dann bereit sein, ihre Geschäfte wieder vollständig aufzunehmen oder neue Projekte zu starten. Diese Zeit lässt sich ideal nutzen, um solche Vorhaben juristisch fundiert vorzubereiten.
- Gerne stehe ich Ihnen auch bei Vertragsfragen rund um den Corona-Virus zur Verfügung, beispielsweise wenn Events abgesagt oder Aufträge storniert wurden. Bei arbeitsrechtlichen oder reiserechtlichen Fragen empfehle ich jedoch, spezialisierte Kollegen zu konsultieren.
Persönliche Rechtsberatung und Ersteinschätzung
Ich biete weiterhin eine kostenlose Ersteinschätzung an. Sie können mich diesbezüglich jederzeit über meine Messagingdienste, per E-Mail oder telefonisch kontaktieren.
Fazit
Die Krise mag den Alltag verändern, doch die rechtlichen Anforderungen und Risiken bleiben bestehen. Vorausschauende juristische Beratung ist in dieser Zeit wichtiger denn je, um Fallstricke zu vermeiden und das Fundament für zukünftigen Erfolg zu legen.