- Flugkosten müssen klar die Kosten für Gepäck angeben, laut der Verbraucherzentrale.
- Das OLG Dresden bestätigte die Auffassung des vzbv zu Preisangaben.
- Online-Flugvermittler dürfen Art. 23 Abs. 1 der Luftverkehrsdienste-Verordnung nicht verletzen.
- Kosten für Zusatzleistungen müssen frühzeitig im Buchungsprozess klar sein.
- Zusätzliche Gepäckkosten sind für viele Fluggäste entscheidend bei niedrigen Flugpreisen.
- Wichtige Informationen sind für effektive Preisvergleiche unerlässlich.
- Die Airline ist verantwortlich für Informationen, selbst wenn Zusatzgepäck nicht online gebucht werden kann.
In den Flugkosten, die z.b. Billigairlines in komplizierter Art und Weise nutzen, müssen, laut der Verbraucherzentrale auch die Kosten für das Gepäck klar und deutlich angegeben werden.
OLG Dresden gibt VZBV recht
Das Oberlandesgericht Dresden bestätigte die Auffassung des vzbv, dass ein Online-Flugvermittler ansonsten gegen Art. 23 Abs. 1 der Luftverkehrsdienste-Verordnung verstoßen würde. Diese schreibt vor, dass bei Flugpreisen auch die Kosten für wählbare Zusatzleistungen anzugeben sind.
Die Angaben müssen klar, transparent und eindeutig bereits am Beginn jedes Buchungsvorgangs erkennbar sein. Die Mitnahme größerer Gepäckstücke, so die Richter, sei für viele Fluggäste von wesentlicher Bedeutung. Dafür zu zahlende Zusatzkosten fielen gerade bei niedrigen Flugpreisen erheblich ins Gewicht. Ihre Angabe sei daher von zentraler Bedeutung für einen effektiven Preisvergleich und würde auch denjenigen verpflichten, der nur Vermittler des Fluges (typischerweise z.B. ein Online-Reisebüro) verpflichten.
Das Gericht urteilte zudem, dass die Airline bzw. der Vermittler diese Angaben schuldet, selbst wenn das Zusatzgepäck NICHT auf dem jeweiligen Portal gebucht werden könne.