To the English Version of the website.

Einfach anrufen!

03322 5078053

Arbeitgeber darf nicht zu Homeoffice zwingen

Arbeitsrecht ist nicht wirklich mein Stammgebiet, auch wenn das jeder Rechtsanwalt in den Staatsexamen bearbeiten muss. Mir persönlich begegnet es eigentlich nur selber als Unternehmen und in Fragen von Spielerverträgen für Esport-Teams. Die vorliegende Entscheidung vom 10. Oktober, Az. 17 Sa 562/18) betrifft aber auch IT-Recht im weiteren Sinne.

Für Esport-Teams und andere kleinere Unternehmen, die viel mit Homeoffice oder Remote-Arbeitsplätzen arbeiten, könnte daher eine aktuelle Entscheidung des Landesarbeitsgerichtes Berlin relevant sein und unter Umständen Änderungen in den Spielerverträgen sinnvoll erscheinen lassen.

Dieses entschied, dass trotz der Tatsache, dass viele Arbeitnehmer sehr gerne Homeoffice wahrnehmen wollen, das Weisungsrecht eines Arbeitgebers nicht so weit gehen würde, dass ein Arbeitnehmer, in dessen Arbeitsvertrag keine besonderen Regelungen aufgeführt sind, zu Homeoffice gezwungen werden könnte.

Eine Kündigung auf Basis der Weigerung eines Arbeitnehmers hielt das LAG für unwirksam. Dies kann natürlich auch viele Startups, Esport-Teams, kleinere Agenturen und dergleichen betreffen. Für diese könnte es deutlich erschwert sein, einen Standort aufzugeben oder überhaupt Homeoffice voraussetzen. Die genauen Tätigkeiten und die Art und Weise sollten also vorab geklärt und Änderungen dazu, soweit zulässig, vertraglich geregelt sein.

Marian Härtel

Marian Härtel

Marian Härtel ist Rechtsanwalt und Unternehmer mit den Schwerpunkten Urheberrecht, Wettbewerbsrecht und IT/IP Recht und einen Fokus auf Games, Esport, Medien und Blockchain.

0 0 votes
Artikelbewertung
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments
0
Would love your thoughts, please comment.x
DSGVO Cookie-Einwilligung mit Real Cookie Banner