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Bundestag: Sportausschuss beschäftigt sich mit Esport

Die Grünen machen in Sachen Esport ernst und bringen das Thema Esport am 28. November auf die Agenda des Sportausschusses.
Dazu liegt ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen (19/5545) vor. Die Sitzung unter Leitung von Dagmar Freitag (SPD) beginnt um 14 Uhr im Sitzungssaal 4.800 des Paul-Löbe-Hauses in Berlin und dauert drei Stunden.

Die Sitzung wird am Donnerstag, 29. November 2018, ab 18 Uhr zeitversetzt im Internet auf www.bundestag.de und auf mobilen Endgeräten übertragen werden.

Die Grünen wollen die Entwicklung des Esports fördern und gestalten. . Die Fraktion fordert die Bundesregierung unter anderem auf, die ehrenamtliche Arbeit in Vereinen mit E-Sport-Angebot anzuerkennen, den Esport in den Vorschriften über die Gemeinnützigkeit zu verankern und den Esport im Hinblick auf die Gemeinnützigkeit mit dem traditionellen Sport gleichzustellen.

Zugleich solle Deutschland zu einem attraktiven Ausrichterland für Esport-Veranstaltungen werden. Die Vergabe von Visa für E-Sportlerinnen und E-Sportler solle erleichtert werden, um sicherzustellen, dass sie zu E-Sport-Events in Deutschland einreisen und auch am längerfristigen Liga- und Trainingsbetrieb teilnehmen können.

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Bundestag setzt sich weiter für Esport ein

Während Sportverbände den Esport ablehnen, macht die Politik weiterhin Nägel mit Köpfen und setzt sich weiter für den Esport ein. Jetzt hat der Petitionsausschuss des Bundestages sich für die Anerkennung des Esports als eigene Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht eingesetzt.

In der Sitzung heute morgen beschlossen die Abgeordneten mit den Stimmen der Fraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP, Linken und Grünen eine Petition mit der Forderung, Sportwettkämpfe mit Video- und Computerspielen (E-Sport) als Sport anzuerkennen.

Dazu sollen auch  die Sportförderprogramme von Bundeswehr, Bundespolizei und Zoll für den Zweck geöffnet werden. Die AfD-Fraktion brachte ein eigenes Votum ein, in dem sie sich für die Anerkennung als Sport ausspricht, eine Aufnahme in die besagten Sportförderprogramme aber ablehnt.

Zur Begründung ihres Anliegens verweisen die Petenten darauf, dass es sich beim Esport um einen virtuellen Wettkampf handle, bei dem zwei Teams mit der jeweils gleichen Zahl an Spielern gegeneinander antreten. Dabei benötigten die Teams “gut durchdachte Taktiken und Spielzüge sowie antrainierte feinmotorische Fähigkeiten, um sich gegen das konkurrierende Team durchzusetzen”. Solche Wettkämpfe fänden zumeist über das Internet auf offiziellen professionellen Turnieren, aber auch immer mehr in großen Hallen vor Publikum statt, heißt es in der Petition.

Esport muss aus Sicht der Petenten als Sportart anerkannt werden, da die vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) dafür vorgegebenen Kriterien erfüllt seien. Das Hauptkriterium, die “körperliche und motorische Aktivität”, werde zwar nicht im herkömmlichen Sinne erfüllt. Jedoch gebe es andere motorische Abläufe, die eine körperliche Aktivität darstellten. So müssten die Hände beim Spielen Präzisionsbewegungen erfüllen. Außerdem sei die notwendige Auge-Hand-Koordination mit der des Sportschießens gleichzusetzen.

Insgesamt also: Es geht doch!

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Esport als Teil des Hochschulsports in Hannover?

Dass der Hochschulsport der Leibniz-Uni seit Oktober erstmals zwei Kurse im E-Sport anbietet,  liegt nicht zuletzt an Jannik Oppenborn (22). Der Lehramtsstudent hat eine Hochschulgruppe gegründet, die sich für die Interessen der E-Sportler einsetzt. „E-Sport ist mehr als nur zocken“, sagt er. Aber es gebe keine richtige Community oder einen Ort zum Treffen jenseits der Onlinewelt. Wenn die Gruppe weiter wächst, will Jannik gerne auch selbst Events auf die Beine stellen. Aber zunächst ist er auf den Hochschulsport zugegangen.

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Visa-Erleichterungen für Esportler

Ich hatte es bereits in meinem Artikel zum DOSB angesprochen, aber ich möchte noch einmal einen kurzen Extrapost dazu machen.

In der 68. Auflage des Visumshandbuchs des Auswärtigen Amts gibt es inzwischen einige Erleichterungen für Esportler von außerhalb der Europäischen Union.  Danach ist es Esportler aus Drittstaaten nun möglich, in einem vereinfachten Verfahren, kurzzeitig für die Teilnahme an Turnieren, aber auch für Test- und Auswahlspiele, nach Deutschland einzureisen. Der Aufenthalt darf dabei 90 Tage im Jahr nicht überschreiten.

Die von mir noch hier angesprochene Genehmigung der Agentur für Arbeit benötigt ist es nun nicht mehr.

In der Vorauflage des Handbuches fiel Esport noch nicht unter den Sportbegriff. Die Neuregelung lautet nun

„Vor dem Hintergrund des sich wandelnden Sportbegriffs und der entsprechenden Vereinbarung im Koalitionsvertrag können E-Sportveranstaltungen […] jedoch nunmehr in Abgrenzung zu internationalen Sportveranstaltungen […] als „Veranstaltung mit sportlichem Charakter“ subsumiert werden.“

Aber Achtung: Diese Regelung gilt nicht, wenn ein Esport Team einen ausländischen Spieler dauerhaft einreisen lassen will. Hierfür ist weiterhin das volle Prozedere sowie eine Arbeitserlaubnis notwendig.

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