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Drohung mit Veröffentlichung von Nacktbildern ist strafbar

Der hier angeklagte drohte Fotos, die vorher via Whatsapp ausgetauscht wurden, bei Facebook zu veröffentlichen und in ihrer Schule aufzuhängen.

Das OLG Hamm hob in dem Urteil das Landgerichtsurteil auf, das zuvor entschied, das mit der reinen Drohung noch nicht der Schritte zum Versuchsstadium getan gewesen sei. Das sah das OLG als Berufungsgericht anders, denn der BGH würde es für den Versuchsbeginn als ausreichend ansehen, wenn er bereits ein Merkmal des gesetzlichen Tatbestandes verwirklicht worden sei. Dies sei mit der Drohung in Form der Nötigungshandlung § 177 Abs.2 Nr. 5 StGB) der Fall gewesen, denn die sexuelle Selbstbestimmung als Schutzgut des § 177 StGB der damals noch minderjährigen Schülerin auch sei durch die Drohung unmittelbar gefährdet gewesen. Dass der Anklagte zum Zeitpunkt der Drohung nicht einmal bei der Minderjährigen zu Hause gewesen sei, war für das OLG irrelevant.

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Verfasst von Marian Härtel

Marian Härtel ist spezialisiert auf die Rechtsgebiete Wettbewerbsrecht, Urheberrecht und IT/IP Recht und hat seinen Schwerpunkt im Bereich Computerspiele, Esport, Marketing und Streamer/Influencer. Er betreut Startups im Aufbau, begleitet diese bei sämtlichen Rechtsproblemen und unterstützt sie im Business Development.

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