Corona/Covid-19: Social Distancing im Internet und beim Esport 1
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Corona/Covid-19: Social Distancing im Internet und beim Esport

Zeitverzögerungen u.a. beim Laden von Webseiten

Die Bundesregierung hat heute eine neue Verschärfung der Corona-Maßnahmen bekannt gegeben, die ab bereit ab 15:00 für viele Betreiber von Webseiten, Mobile-Apps und Esport-Titeln gelten wird.

Um das verordnete “Social Distancing” einzuhalten, müssen ab diesem Zeitpunkt u.a. Betreiber von Onlineforen, Chats  oder sonstigen Communities sicher stellen, dass nicht mehr als 15% der Nutzer gleichzeitig eine Webseite besuchen können, wie es im Durchschnitt seit dem 01. Januar 2020 der Fall war. Damit soll verhindert werden, dass die Nutzer sich auf den Webseiten zu nahe kommen und gegenseitig mit Viren anstecken können.

Außerdem müssen Webseitenbetreiber eine Vorschaltseite anbieten, auf der man sich zuvor ein Antiviren-Programm herunterladen und installieren kann. Das Antiviren-Programm muss durch den Nutzer installiert sein, um eine Community-Webseite anzubieten.

Die Verordnung Covid-04012029-WTF sieht bei Nichtbeachtung Bußgelder von bis zu 80 Euro pro zuviel zugelassenen Nutzer vor. Eine Abmahnung durch Wettbewerber ist beim Ignorieren der Verordnung ebenfalls denkbar.

Auch wenn es nicht direkt im Verordnungstext geschrieben steht, ergibt eine Auslegung, dass dies wohl auch für Spiele-Apps gilt, in denen mehr als zwei Personen gleichzeitig gegeneinander spielen. Ausgenommen sind wohl nur eine Solospiele. Die Bundesregierung konkretisiert damit wohl in Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation WHO deren Aussage, dass man in der Zeit einer Covid-19-Isolation mehr Computerspiele spielen solle. Kritiker warfen der WHO vor, dass diese Aussage im Kontrast zu Aussagen aus dem letzten Jahr steht, dass Computerspiele ein hohes Suchtrisiko haben würden; Einzelspielerspiele können aber gerade nicht süchtig machen.

Betroffen sind damit auch alle Esport-Spiele, bei denen mehr als zwei Personen gleichzeitig auf einem Spielfeld sind. CS:GO, League of Legends aber auch DOTA oder Call of Duty dürfen daher ab sofort in Deutschland nicht mehr gespielt werden. Möglich dürfte noch Hearthstone oder Clash Royale sein, da nur zwei Personen gegeneinander antreten. In Fortnite muss der Epic wohl sicher stellen, dass die Spieler nur Waffen nutzen können, die aus mehr als 10 Meter Entfernung treffen können.

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Verfasst von Marian Härtel

Marian Härtel ist spezialisiert auf die Rechtsgebiete Wettbewerbsrecht, Urheberrecht und IT/IP Recht und hat seinen Schwerpunkt im Bereich Computerspiele, Esport, Marketing und Streamer/Influencer. Er betreut Startups im Aufbau, begleitet diese bei sämtlichen Rechtsproblemen und unterstützt sie im Business Development.

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