Ich wurde in letzter Zeit öfters gefragt, in welchen Fragen des Esport ich als Rechtsanwalt behilflich sein kann. Die Antwort ist einfach, denn grundsätzlich in allen 😉

Aber natürlich bin ich für die einen oder anderen Teams besser geeignet als für andere. Dazu sollte man sich im Klaren sein, was man eigentlich für Ziele im Esport hat.

Dabei würde ich grundsätzlich zwischen drei Alternativen unterscheiden:

a) wir machen das Abends nach einem regulären Job, es geht vordergründig um Spaß, aber wir freuen uns, wenn ein Hoster uns einen Server kostenlos gibt

b) ich will den Breiten-Esport unterstützten und einen e.V. gründen sowie den politischen Zweck fördern

oder

c) ich will daraus gerne eine GmbH, oder eine sonstige angemessene Rechtsform,  machen, Gehälter zahlen, Investoren einwerben und davon leben können.

Die drei Alternativen haben unterschiedliche Herausforderungen, juristische Komplikationen und so weiter.  Auch wenn ich z.b. auch helfen kann, einen Verein eintragen zu lassen, oder diesen natürlich bei Rechtsproblemen helfen kann, liegt meine Spezialität eher im Bereich c).

Das heißt gar nichts, dass ich a) oder b) nicht gut finde (ganz im Gegenteil), nur muss man sich klar machen, dass unterschiedliche Interessenslagen vorliegen und man für die verschiedenen Alternativen auch jeweils einen  anderen Mindset, um einen Erfolg zu ermöglichen.

So ist es vollkommen okay, wenn jemand sagt, er will ein Team machen und ein wenig Spaß haben. Ich stelle das gar nicht in Abrede (auch wenn es bereits zu viele Teams gibt, die alle nur ein Zuschussgeschäft sind, selbst ohne den Zeitaufwand). Aber in aller Regel handelt es sich dabei nicht um Projekte, die man wirklichen Ernst als kommerziell bezeichnen kann, und aus den verschiedensten juristischen Gründen, die ich hier im Blog schon oft angesprochen habe, dies auch nicht sein sollten. Der Grund ist einfach, denn es existieren aktuelle enorme Gefahren, dass es mit für Teams, die “ein bisschen kommerziell” sein wollen, irgendwann enorme Probleme mit der Sozialversicherung oder dem Finanzamt gibt. Zudem gibt es juristisch eigentlich ein “bisschen kommerzielle” nicht. Kommerziell bedeutet sofort einen riesigen Kanon an Pflichten und Haftungsrisiken. Und dabei ist es egal, ob man eine relevante Menge Geld verdient oder nicht. Einfach einmal ein wenig im Blog surfen z.B. hier, hier oder hier.

Es gibt noch viel Potenzial für kommerziell erfolgreiche Teams, aber das geht in der Regel nur mit Investoren und Vollzeit. Wenn man das nicht will oder kann, sollte man sich das aber auch klar machen und eben z.B. darauf achten, dass man nicht irgendwann einmal in Probleme mit Betriebsprüfern oder anderen Institutionen, sowie natürlich Wettbewerbern, kommt.

Und was biete ich nun?

Für alle, die den Esport als die Chance sehen, die er bietet. Für alle die, die erkennen, dass Esport inzwischen eine gesellschaftliche Entwicklung ist und nicht nur ein Trend. Denjenigen kann ich helfen.

Das beginnt bei der Erstellung von Businessplänen, über das Prüfen und Optimieren von Zahlenwerken für Investoren und geht über die Erstellung von Investorenverträgen hin zum betriebswirtschaftlichen Alltag eines professionellen Teams. Nach der Gründung eines Teams und dem Aufsetzen einer Unternehmensform sind dabei Fragen zum Datenschutz, zum Jugendschutz genauso zu klären, wie Probleme im Arbeitsrecht, bei Turnieren oder Events, der Markenanmeldung (und Verteidigung eben dieser) oder betreffend Streaming, Sponsoring, Turniergewinne und vielen weiteren Fragen.

Will man ein klassischen Startup im Esport etablieren, und nichts anderes ist ein professionell aufgestelltes Esport-Team, dann muss man nicht nur Einsatz (meist durchaus in Form einer Vollzeitstelle) zeigen, sondern auch bereit sein, professionelle Strukturen und Arbeitsweisen zu etablieren. Bei genau einer solchen Transformation unterstütze ich aktuell Teams und Gründer mit Verträgen, Business Development, Investorenverhandlungen und Unterstützung bei möglichen Abmahnungen oder Gerichtsverhandlungen. Da dies von meiner Seite aber nicht kostenlos erfolgt und ich auch keine Pro-Bono Beratung in diesem Bereich anbiete, muss ein Gründer auch bereit sein, Geld zu investieren in meine Beratung, meine Erfahrung und meine Zeit. Gleiches gilt für die Spieler eines Teams, Räumlichkeiten, professionelle Designer für Webseite, Werbematerialien und dergleichen und zahlreichen weiteren Dingen. Ich bin weiter absolut überzeugt, dass aktuell ein Esport Team nicht durch Bootstrappen groß gemacht werden kann. Es funktioniert nur auf die klassische Art und Weise mit Investoren und größeren Sponsoren. Man stößt ansonsten einfach zu oft an zu steile Hindernisse, wird zu oft durch die fehlende Beständigkeit zurückgeworfen und wird letzten Endes durch fehlenden – kommerziellen – Erfolg demotiviert werden. Letzte ist dann meist der Anfang vom Ende eines einstmals – spielerisch – vielleicht erfolgreichen Teams.

Da ich neben Know-How, Beratung, auch Kontakte in Teams einbringe, und dieser Umstände jedoch vergütet werden müssen, zielen meine Tätigkeiten meist auf die oben erwähnte Alternative c).

Interesse an meinen Leistungen? Dann stellt euch kurz via E-Mail, Twitter oder Skype vor und wir besprechen, ob und wie ich euch helfen kann und ob ich der richtige Ansprechpartner dabei sein kann, damit Ihr vom Esport leben könnt.

P.S. natürlich biete ich meine Dienstleistungen auch bereits etablierten Teams und Profispielern an und kann mit meiner Erfahrung vor Gericht und im Rechtsgebiet des Social Media behilflich sein. Dazu aber morgen mehr!

 

 

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